Social Media im Wahlkampf - MyVideo, N24 und facebook präsentieren Online-Wahlkampfplattform inklusive Politiker-Live-Chat
Jürgen Trittin (13.08.) und Guido Westerwelle (heute, 10.08., 18h) sind als erste dabei für den direkten Netz-Dialog mit potentiellen Wählern. Erleben wir hier eine Art Shared CSR-Marketing in der Politik?Für alle Partner der Aktion ist dieses Shared Marketing natürlich von großem Aufmerksamkeits-Vorteil. Beteiligt sind myVideo, Facebook, N24 - und auch die Parteien nutzen die mediale Aufmerksamkeit. So kündigt sich hier eine Zukunft der optimierten Kooperation von Parteien und Wirtschaft an, die den Unternehmen natürlich auch ein gesellschaftliches Engagement (CSR) erleichtert. Dieser Trend zeigt folglich zwei Seiten der Medaille. Anders als in den USA ist in Deutschland jedoch eine 1:1-Kopie des dortigen Medienwahlkampfes nicht machbar.
Bleiben wir also aufmerksam, wie sich dieser Trend auf die Zeiten vor und nach der Wahl auswirkt - denn MyVideo und facebook dürften (noch) nur einen geringeren Teil der Stammwähler der Parteien erreichen. Die N24-Zuschauer wiederum sind tendenziell weniger interaktiv und dürften im Gros nicht mitchatten.
Und die internetgewohnteren Generationen durchschauen manche Web2.0-Aktion der Parteien schnell, wenn sie nicht authentisch wirkt.
Natürlich sollen die MyVideo-Besucher mitmachen - denn die Bundestagswahl-Thematik muss interaktiv werden, um auch die netzgewohnten kritischen Wähler zu erreichen. Dafür gibt es Abstimmungen ("Votings") und Platz für selbstgedrehte Videos.
Die live-Chat-Moderation übernimmt die N24-Chefkorrespondentin Michaela May.
Zur bevorstehenden Bundestagswahl 2009 stellt dafür das deutsche Video-Portal MyVideo.de (www.myvideo.de) seinen Nutzern als auch Politikern die Plattform. In Kooperation mit dem Nachrichtensender N24 und mit Facebook-Connect eröffnet MyVideo eine "interaktive Wahlkampfarena" im Internet.
Hier sollen sich die Parteien des Deutschen Bundestags mit jeweils eigenen Channels auf http://www.myvideo.de/wahlkampfarena präsentieren. Und sie stellen sich in Live-Chats den Fragen und Meinungen der Wähler.
MyVideo möchte besonders die Interaktivität des Social Media Konzeptes nutzen: Es gibt ein Nutzer-eigenes Trendbarometer, in dem Nutzer wöchentlich über ihre momentanen Favoriten abstimmen. Die Absicht ist, damit ein aktuelles Meinungsbild einer jungen Wählerzielgruppe liefern zu können.
Jeweils Sonntags wird die Auswertung gemeinsam mit aktuellen offiziellen Ergebnissen von Infratest, Forsa und der Forschungsgruppe Wahlen präsentiert (vermutlich ebenfalls im TV). Unter „Deine Meinung“ können die Besucher der Seite außerdem ihre favorisierten Politiker wählen. Diese Politiker-Charts werden ebenfalls wöchentlich veröffentlicht.
Das Konzept von myVideo mag in der Beschreibung etwas bemüht klingen - aber es könnte funktionieren.
Laut MyVideo-Pressemitteilung wird sich am heutigen Montag Guido Westerwelle ab 18 Uhr im Live-Chat den Fragen der MyVideo-User stellen. Am kommenden Donnerstag, den 13. August, wird dann Jürgen Trittin ab 18 Uhr ebenfalls Rede und Antwort stehen. N24-Chefkorrespondentin Michaela May wird die Chats moderieren.
Fragen an diese Politiker können bereits vorab für Guido Westerwelle unter www.myvideo.de/Themen/Wahlchat_09 und für Jürgen Trittin unter www.myvideo.de/Themen/Wahlchat_09_Die_Gruenen eingereicht werden.
Auch Facebook ist eingebunden:
Koordiniert werden alle Aktionen auf der Facebook-Fanpage http://www.facebook.com/wahlkampfarena.
Diese Seite scheint durchaus auf schnelle Resonanz zu stoßen: Mit Stand heute, 10.08., 16:10 Uhr, hat sie 1.553 Fans.
Die Veranstalter möchten die aktive Auseinandersetzung der MyVideo-User mit den einzelnen Parteien fördern: "Kreative und politisch Interessierte sind dazu aufgerufen, ihren eigenen Wahlwerbespot für die FDP oder Begrünungsaktionen für die Grünen zu filmen." Möglicherweise sind die Themen auch freier wählbar. Die kreative Web-Community dürfte sich zumindest nicht an solche Vorgaben halten wollen. Denn Begrenzungen im Internet werden aufgrund der Natur der Internet-Kommunikationsstruktur in der Regel und wenn möglich schnell umgangen (John Gilmore, 1993: "The net treats censorship as a defect and routes around it.").
„Wir freuen uns, dass alle demokratischen Parteien in der MyVideo-Wahlkampfarena mit einem eigenen Channel vertreten sind. Auf diese Weise möchten wir unseren Nutzern eine tiefere Auseinandersetzung mit dem Thema Bundestagswahl ermöglichen und ihnen eine einmalige Plattform zum politischen Austausch zur Verfügung stellen“, so Dominic Hesse, Leiter Marketing und Kommunikation der Media-Agentur Magic Internet GmbH, die MyVideo.de betreut.
Bleiben wir also aufmerksam, wie sich dieser Trend auf die Zeiten vor und nach der Wahl auswirkt - denn MyVideo und facebook dürften (noch) nur einen geringeren Teil der Stammwähler der Parteien erreichen. Die N24-Zuschauer wiederum sind tendenziell weniger interaktiv und dürften im Gros nicht mitchatten.
Und die internetgewohnteren Generationen durchschauen manche Web2.0-Aktion der Parteien schnell, wenn sie nicht authentisch wirkt.
Natürlich sollen die MyVideo-Besucher mitmachen - denn die Bundestagswahl-Thematik muss interaktiv werden, um auch die netzgewohnten kritischen Wähler zu erreichen. Dafür gibt es Abstimmungen ("Votings") und Platz für selbstgedrehte Videos.
Die live-Chat-Moderation übernimmt die N24-Chefkorrespondentin Michaela May.
Zur bevorstehenden Bundestagswahl 2009 stellt dafür das deutsche Video-Portal MyVideo.de (www.myvideo.de) seinen Nutzern als auch Politikern die Plattform. In Kooperation mit dem Nachrichtensender N24 und mit Facebook-Connect eröffnet MyVideo eine "interaktive Wahlkampfarena" im Internet.
Hier sollen sich die Parteien des Deutschen Bundestags mit jeweils eigenen Channels auf http://www.myvideo.de/wahlkampfarena präsentieren. Und sie stellen sich in Live-Chats den Fragen und Meinungen der Wähler.
MyVideo möchte besonders die Interaktivität des Social Media Konzeptes nutzen: Es gibt ein Nutzer-eigenes Trendbarometer, in dem Nutzer wöchentlich über ihre momentanen Favoriten abstimmen. Die Absicht ist, damit ein aktuelles Meinungsbild einer jungen Wählerzielgruppe liefern zu können.
Jeweils Sonntags wird die Auswertung gemeinsam mit aktuellen offiziellen Ergebnissen von Infratest, Forsa und der Forschungsgruppe Wahlen präsentiert (vermutlich ebenfalls im TV). Unter „Deine Meinung“ können die Besucher der Seite außerdem ihre favorisierten Politiker wählen. Diese Politiker-Charts werden ebenfalls wöchentlich veröffentlicht.
Das Konzept von myVideo mag in der Beschreibung etwas bemüht klingen - aber es könnte funktionieren.
Laut MyVideo-Pressemitteilung wird sich am heutigen Montag Guido Westerwelle ab 18 Uhr im Live-Chat den Fragen der MyVideo-User stellen. Am kommenden Donnerstag, den 13. August, wird dann Jürgen Trittin ab 18 Uhr ebenfalls Rede und Antwort stehen. N24-Chefkorrespondentin Michaela May wird die Chats moderieren.
Fragen an diese Politiker können bereits vorab für Guido Westerwelle unter www.myvideo.de/Themen/Wahlchat_09 und für Jürgen Trittin unter www.myvideo.de/Themen/Wahlchat_09_Die_Gruenen eingereicht werden.
Auch Facebook ist eingebunden:
Koordiniert werden alle Aktionen auf der Facebook-Fanpage http://www.facebook.com/wahlkampfarena.
Diese Seite scheint durchaus auf schnelle Resonanz zu stoßen: Mit Stand heute, 10.08., 16:10 Uhr, hat sie 1.553 Fans.
Die Veranstalter möchten die aktive Auseinandersetzung der MyVideo-User mit den einzelnen Parteien fördern: "Kreative und politisch Interessierte sind dazu aufgerufen, ihren eigenen Wahlwerbespot für die FDP oder Begrünungsaktionen für die Grünen zu filmen." Möglicherweise sind die Themen auch freier wählbar. Die kreative Web-Community dürfte sich zumindest nicht an solche Vorgaben halten wollen. Denn Begrenzungen im Internet werden aufgrund der Natur der Internet-Kommunikationsstruktur in der Regel und wenn möglich schnell umgangen (John Gilmore, 1993: "The net treats censorship as a defect and routes around it.").
„Wir freuen uns, dass alle demokratischen Parteien in der MyVideo-Wahlkampfarena mit einem eigenen Channel vertreten sind. Auf diese Weise möchten wir unseren Nutzern eine tiefere Auseinandersetzung mit dem Thema Bundestagswahl ermöglichen und ihnen eine einmalige Plattform zum politischen Austausch zur Verfügung stellen“, so Dominic Hesse, Leiter Marketing und Kommunikation der Media-Agentur Magic Internet GmbH, die MyVideo.de betreut.

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