Schwebendes Auto: DeLorean-ATG überholt den "I Robot"-Audi... das Transrapid-Prinzip

Ein schwebendleicht gleitendes Auto, das wäre doch was... Besser als im Audi RSQ aus dem Film "I Robot".

Ein schwebendleicht fahrendes Auto, das wäre doch was... Wir kennen den Audi RSQ aus dem Film "I Robot". Keine Räder, dafür wabengemusterte Kugeln und ein geheimnisvoller Antrieb. Im Jahr 2003 noch Film-Fantasie wird dies innovative Konzept jetzt von AirShip Technologies umgesetzt. Das Prinzip ist dasselbe wie beim Transrapid: Reibungsloser Transport durch Magnetfeld.


AirShip Technologies, X-Prize-Filmclip, Details zum Antrieb ...

Das Antriebskonzept basiert auf einer 2001 veröffentlichten Studie der Johns Hopkins Universität, Baltimore, Maryland in den USA (Spherical Motor Allows Ball-Based 3-D Movement).
Der Antrieb der Kugel-"Räder" basiert auf dem selben Prinzip wie der Antrieb des in Deutschland entwickelten Transrapid - Schweben mittels Magnetfeld.

Die Firma AirShip Technologies (www.airshiptg.org) möchte im Herbst 2009 mit einem derart innovativ angetriebenen DeLorean (bekannt aus Back to the Future) am mit gesamt 10 Mio. Dollar ausgeschriebenen Automotive X Prize (AXP) (http://auto.xprize.org/xprize/, mehr dazu am Fuß des Artikels) teilnehmen.

Es gibt zwei Kategorien: Klassisch und Alternativ. Das klassisch angetriebene Fahrzeug muss 4 Personen befördern können und mindestens 4 Räder haben, das Alternativ-Vehikel darf auch weniger als 4 Räder haben. Beide Konzepte müssen massenfertigungstauglich sein.

Der ausgeschriebene Preis: 10 Million Dollar (Stand 2008 ...), bei Gewinnerkürung im Jahr 2010 dann 3:1 aufgeteilt zwischen den Gewinnerkategorien Mainstream- und Alternativ-Fahrzeug.



Ist der Magnetpolster-Antrieb realistisch?

Wie realistisch ist diese Umsetzung der 2001er Universitätsstudie, und funktioniert das Ganze überhaupt?

Der innovative Antrieb funktioniert so wie der des in Deutschland entwickelten Transrapid gemischt mit dem PKW-Konzept aus "I Robot": Statt der normalen 4 Räder verfügt der Wagen über mit Gummi beschichtete große Metallkugeln, die in der Kugelwand mit einer Art Magnetzellen versehen sind.

Die Kugeln sitzen in einer Metallhalbkugel-Fassung, die innen viele kleinere individuell steuerbare Elektromagnete enthält. Diese Elektromagnete bilden ein Magnetfeld, das die Kugel-"Räder" auf Abstand hält zur "Fassung": Es gibt keinen physischen Kontakt zwischen Kugeln und Fassung, durch die Magnetfeldabstoßung entsteht sozusagen ein kleines "Luftkissen". Dieser Abstand der Kugel-"Räder" ist reibungsfrei, die Kugeln drehen sich durch Impulse aus den Magneten in der Kugel-Fassung. Das macht es interessant: Die gummibeschichteten Antriebskugeln sind nicht in direktem Kontakt mit den Fahrzeug. Zusätzlich wird so wie es aussieht herstellerseitig über Unterstützung des den Abstand bildenden Luftkissens durch von außen einströmenden Fahrtwind nachgedacht.

Und möglicherweise sollen ein paar elektromotorgetriebene Rollen am Fassungsrand (anfänglich) die Kugelbewegung unterstützen.

Der Wagen wird noch leichter gemacht durch mit Helium gefüllte Ballons im Innern der Karosserie (auch beim späteren Serienmodell).

Die gummibeschichteten Antriebskugeln sind in direktem Kontakt mit dem Boden.

Der Wagen kann sich durch dieses Antriebsverfahren theoretisch um 360 Grad auf der Stelle drehen.

Gebremst wird durch Aufheben des Magnetfeldes(u.a.), das die Fassung zu den Kugeln auf Luft-Abstand hält. Der Wagen dürfte dadurch mehr oder weniger sofort stoppen - inwieweit hier auch ABS denkbar ist, wird sich zeigen...

Die elektrische Energie für die Magnetfelder soll im Wettbewerbsmodell durch Akkus gestellt werden. Bremsvorgänge sollen ebenfalls Energie liefern. Zukünftige Modelle möchte AirShip Technologies laut der Unternehmens-Website mit Strom versorgen, der durch eine photovoltaische Außenhaut des Wagens erzeugt wird.

Fazit: Nur Fliegen ist schöner

Nur fliegen kann dieses Fahrzeug nicht. Aber der Name des Unternehmens AirShip Technologies lässt Raum für Visionen...

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Der Automotive X Prize (AXP) honoriert ein Personenfahrzeug mit einem Benzinverbrauch von maximal 1 Gallone (=3,79 Liter) Benzin auf 100 Meilen (=160,93 km). Dies Ziel erscheint für uns Europäer nicht so weit entfernt, gibt es doch bereits eine Reihe an klassischen PKW mit fast solchen Verbrauchswerten. In den benzinpreisverwöhnten USA schien dies bei Ausschreibung des Preises anscheinend anders.

Der mit 10 Million Dollar*) ausgeschriebene Preis wird im Verhältnis 3:1 aufgeteilt zwischen den Gewinnerkategorien Mainstream- und Alternativ-Fahrzeug.

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*) Stand 2008, inflationsbedingte Änderungen ausgenommen ...

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