Rezession, Krise und Wertewandel in Wirtschaft und Politik

Westliche Wirtschafts- und Politik-Welt definiert sich neu, kommende Serie an Krisen in Wirtschaft, Politik, Gesellschaften.

Die uns bekannte westliche Wirtschafts- und Politik-Welt definiert sich neu. Dies ist der Grund für gravierende Veränderungen und die zu erwartende Reihe an Krisen in Wirtschaft und Politik wie auch in den Gesellschaften.

Die Ursachen: Globalisierung und Zusammenwachsen der Kommunikationswege, hiermit zusammenhängender rascher werdender Wettlauf der Ökonomien Asien/Ost zu West wie auch dem zwischen Nord- und Südhalbkugel.

Der wirtschaftliche Druck wächst, die Produktions- und Kommunikationswege werden effizienter - und der Produktionsstandort selbst wird unabhängiger von Konzernsitzen und Konsumenten.

Was vordergründig gute Eigenschaften mit sich brachte, zwingt Unternehmen wie Staaten zu rapiden Optimierungsmaßnahmen, um im härteren Wettbewerb bestehen zu können.

Rohstoff- und Energieressourcen erscheinen hart begrenzt - neu hinzustoßende junge Staaten und Wirtschaftsgebilde, stark geworden als Energie- und Rohstoff-Lieferanten, wollen ebenfalls schnell den "vorbildlichen" Lebensstandard der "alten" Wirtschaftsregionen erlangen. Und letztere sehen sich unter starkem Konkurrenzdruck von außen, sowie untereinander und ebenso nach innen: Die Bürger der reichen Industrienationen erwarten eine Sicherung ihres Lebensstandards.

Diese Grundlagen führen zu Stress:

1. Wirtschaftlich - der steigende Druck zwingt zu Vorsichtsmaßnahmen und zur Vorbereitung von Wirtschafts-Abschottungen. Handelsbeschränkungen sind eine der Folgen. All dies die besten Voraussetzungen für Rezession.
Entweder als eine langanhaltende Reihe von leichteren Rezessionsphasen im Wechsel mit leichten Aufschwüngen oder als eine gravierende schwerwiegendere Rezession - diese dann vermutlich mit schwereren Auswirkungen auf die schwachen Industrienationen der zweiten Welt.
Auf deutsch: Die an anderer Stelle hier bereits prognostizierte Rezessions-Gefahr wird nun auch offiziell seitens der Deutschen Bank (und anderer) ausgesprochen:
"Weltweite Rezession droht" (FTD, 20.11.2007)

2. Sicherheitsbedürfnis der Bürger der Industrienationen.
Und sowohl in Industrienationen als auch auf dem allgemeinen weltpolitischen Parkett die Suche nach Stärke, Stabilität, Bodenhaftung und Risikovermeidung - diese als die besten Ideale.

Sie bedeuten die Rückkehr zu traditionellen Wirtschafts- und Politikbildern. Seien es eine Art konstitutionelle Demokratie oder gleich die Monarchie - je sicherer und nachhaltiger desto besser. Auch auf Kosten der freien demokratischen Prinzipien. Neue und alte Gegner und Feindbilder von außen stabilisieren und schaffen Legitimation hierfür.

Die Bürger orientieren sich unterdessen an ausreichend verfügbaren Konsum-Möglichkeiten oder religiösen Stützen. Der Staat wird's schon richten (müssen).

Diese Phase wird vermutlich lange anhalten - Konsolidierung erfolgt nicht vor dem Jahr 2011...


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